Skiurlaub: Welche Versicherung brauchst du wirklich?

Hamburg fährt Ski. Kaum eine Stadt so weit weg von den Bergen hat so viele Skifahrer, und kein anderes Bundesland schickt seine Schüler Anfang März zwei Wochen in die Ferien, die hier alle nur Skiferien nennen. Jetzt geht es erst einmal um Weihnachten: Die Hamburger Weihnachtsferien laufen vom 21. Dezember 2026 bis zum 1. Januar 2027, die Ferienwohnung ist gebucht, die Skischuhe passen hoffentlich noch.

Welche Versicherung brauchst du im Skiurlaub wirklich? Weniger, als dir manche verkaufen wollen, aber ein Blick in die Verträge lohnt sich, bevor du die Dachbox packst. Nicht weil Skifahren so gefährlich wäre, sondern weil die Lücken genau dort liegen, wo im Urlaub etwas passiert: im Ausland, in der Freizeit und auf der Piste, wo andere dich umfahren können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Privathaftpflicht: Pflicht, wenn du in Italien Ski fährst, sinnvoll überall. Fährst du jemanden um, haftest du unbegrenzt.
  • Auslandsreisekrankenversicherung: Die gesetzliche Kasse zahlt im Skiort nur einen Teil, die Bergung von der Piste und den Rücktransport nach Hamburg gar nicht. Für die ganze Familie kostet der Schutz ein paar Euro im Jahr.
  • Unfallversicherung: Im Urlaub gilt keine gesetzliche Unfallversicherung, auch nicht für Kinder. Bleibt nach dem Sturz etwas zurück, zahlt nur die private.
  • Automobilclub oder Schutzbrief: Panne am Pass, Unfall auf der Autobahn, Abschleppen, Hotel, Heimfahrt. Das zahlt keine Kfz-Haftpflicht.
  • Winterreifen und Schneeketten: In Österreich vom 1. November bis 15. April bei Winterwetter Pflicht, Schneeketten dort, wo das Schild steht.
  • Helm auf: In Italien seit dieser Saison für alle Pflicht. Jede fünfte Skiverletzung entsteht bei einem Zusammenstoß. Die Gefahr bist nicht nur du, sondern die anderen.

Dein Fahrplan bis zur Piste

Das meiste lässt sich in einer Stunde erledigen, wenn man früh genug anfängt. Je näher die Ferien rücken, desto länger brauchen Versicherer für eine Bestätigung und die Werkstätten für einen Reifenwechsel.

Vom Vertragscheck bis zu den MärzferienWas du bis wann erledigen solltest, für die Hamburger Ferien 2026/27
  1. Jetzt im NovemberVerträge prüfenHaftpflicht, Unfall und Reisekranken für alle, die mitfahren. Fehlt etwas, ist es in ein paar Tagen erledigt.
  2. Bis Anfang DezemberAuto winterfestWinterreifen mit Alpine-Symbol und genug Profil, Schneeketten passend zur Reifengröße, einmal zu Hause aufziehen üben.
  3. Eine Woche vorherUnterlagen packenGesundheitskarten, Haftpflicht-Nachweis auf Englisch oder Italienisch, Notrufnummern von Versicherung und Automobilclub.
  4. 21.12.2026 bis 01.01.2027WeihnachtsferienVolle Autobahnen, volle Pisten. Früh losfahren, mittags Pause machen, wenn die Hänge am vollsten sind.
  5. 01.03. bis 12.03.2027Hamburger SkiferienDie zweite Runde. Was jetzt geregelt ist, gilt dann auch, Jahresverträge laufen einfach weiter.

Ferientermine laut Hamburger Schulbehörde und Kultusministerkonferenz.

Wer zahlt was im Skiurlaub?

Die meisten Familien sind gar nicht schlecht versichert. Sie wissen nur nicht, welcher Vertrag wofür da ist, und wo die gesetzliche Absicherung aufhört. Die Tabelle zeigt die typischen Fälle aus einem Skiurlaub in Österreich, Italien oder der Schweiz.

Gesetzlich abgesichert oder nicht?Typische Fälle im Skiurlaub und welcher Vertrag dann einspringt
Was passiertGesetzlich abgesichert?Dein Risiko ohne VertragWas dich absichert
Arzt im Skiort röntgt das KnieTeilweisenach Sätzen des UrlaubslandsPrivatrechnung, die Kasse erstattet nur einen TeilReise­kranken
Bergung von der Piste, mit Akja oder HubschrauberNeinPistenrettung einige hundert Euro, Hubschrauber mehrere tausendReise­krankenoft auch die Unfallversicherung
Rücktransport nach HamburgNeinKrankentransport oder Ambulanzflug über 1.000 kmReise­krankenoder Automobilclub
Nach dem Sturz bleibt das Knie steifNeinFreizeit, keine gesetzliche UnfallversicherungUmbau, Hilfen, weniger EinkommenUnfallprivate Unfallversicherung
Du fährst jemanden umNeinBehandlung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, unbegrenztPrivat­haftpflicht
Panne oder Unfall am PassNeinAbschleppen, Werkstatt, Hotel, HeimfahrtSchutz­briefoder Automobilclub
Ski vor der Hütte geklautNeinNeukauf oder Ersatz an den VerleihJe nach TarifHausrat mit Sportgeräte-Baustein, Leihschutz

Österreich, Italien, Schweiz: Was gilt wo?

Helm, Haftpflicht, Winterreifen: Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land, in Italien sogar von Provinz zu Provinz. Die wichtigsten auf einen Blick.

Pflichten im Skiurlaub nach LandStand Saison 2026/27
LandHelmpflichtHaftpflichtWinterreifen
ÖsterreichKinderunter 15 Jahren, nicht in Tirol und VorarlbergNeindringend empfohlenPflicht1.11. bis 15.4. bei Winterwetter, Ketten nach Schild
Italien und SüdtirolAlleseit November 2025, auch ErwachsenePflichtseit 2022, Nachweis mitnehmenPflichtje nach Provinz, Reifen oder Ketten an Bord
SchweizNeinNeindringend empfohlenNeinkeine allgemeine Pflicht, wer liegen bleibt, zahlt Buße; Ketten nach Schild
DeutschlandNeinNeindringend empfohlenPflichtbei Glätte, nur mit Alpine-Symbol

Ohne Gewähr. Regeln ändern sich, vor der Abfahrt beim ADAC oder ÖAMTC nachsehen.

Haftpflicht: Auf der Piste bist du nicht allein

Auf einer vollen Piste in den Ferien fahren Anfänger, Könner und Leute, die sich für Könner halten, nebeneinander her. Fährst du jemanden um, haftest du für alles, was daraus folgt: Behandlung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, im schlimmsten Fall eine lebenslange Rente. Die Krankenkasse des anderen holt sich ihr Geld später bei dir zurück. Das ist kein Skiunfall mehr, das ist ein Lebensrisiko.

Dafür ist die Privathaftpflicht da. Sie gilt weltweit und auch auf der Piste. Worauf du achten solltest:

  • Deckungssumme: mindestens 10 Millionen Euro pauschal. Ältere Verträge mit 1 oder 2 Millionen reichen bei einem schweren Personenschaden nicht.
  • Kinder: Sie sind in der Familien-Haftpflicht mitversichert, auch kleine Kinder, die rechtlich noch gar nicht haften. Ein guter Tarif zahlt trotzdem, wenn dein Siebenjähriger in den Skilehrer rauscht.

Haftpflicht-Nachweis für Italien und Südtirol

In Italien ist die Haftpflichtversicherung für Skifahrer seit 2022 Pflicht, auch in Südtirol und den Dolomiten. Kontrolliert wird an der Piste. Ohne Nachweis drohen 100 bis 150 Euro Bußgeld und der Entzug des Skipasses. So bist du auf der sicheren Seite:

  1. Bestätigung anfordern: Dein Versicherer stellt dir eine Bescheinigung über deine Privathaftpflicht aus, am besten auf Englisch oder Italienisch, mit Namen aller mitversicherten Familienmitglieder.
  2. Auf dem Handy und auf Papier mitnehmen. Am Lift hat nicht jeder Empfang.
  3. Keine Bestätigung? Dann kannst du an der Liftkasse eine Tagesversicherung zum Skipass dazukaufen. Das kostet jeden Tag aufs Neue.

Für unsere Kunden besorgen wir die Bestätigung, ein Anruf genügt.

Wer ist bei einem Skiunfall schuld?

Meist der, der von oben kommt. Nach den FIS-Regeln hat der Skifahrer vor dir Vorrang, du musst so fahren, dass du ihn nicht gefährdest, und mit Abstand überholen. Wer fährt, muss auf Sicht jederzeit anhalten können. Oft gibt es eine Teilschuld, etwa wenn der Untere ohne Blick nach oben quer über die Piste zieht. Das klären dann die Haftpflichtversicherungen untereinander. Mit Zeugen und Fotos hast du die besseren Karten.

Volle Skipiste am Nachmittag: Im Vordergrund fährt eine Skifahrerin mit Helm vorsichtig, dicht hinter ihr ziehen ein Snowboarder und ein schneller Skifahrer quer vorbei (KI-generiertes Symbolbild)

Helm: Die Gefahr bist nicht nur du

Die meisten denken beim Helm an den eigenen Sturz. Dabei kommt die Gefahr oft von hinten. Laut der Auswertungsstelle für Skiunfälle der ARAG mussten in der Saison 2024/25 hochgerechnet 51.000 bis 53.000 Skifahrer ärztlich behandelt werden. Das Risiko, bei einem Zusammenstoß verletzt zu werden, war so hoch wie nie seit Beginn der Erhebung 1979.

Wo sich Skifahrer verletzenAnteil an allen Verletzungen bei Erwachsenen, Saison 2024/25
Knie27,1 %
Schulter18,6 %
Hüfte und Oberschenkel11,1 %
Rumpf9,2 %
Kopf7,7 %

Jede fünfte Skiverletzung (20,8 %) entsteht bei einem Zusammenstoß. Du kannst noch so vorsichtig fahren: Den, der von oben in dich hineinfährt, siehst du nicht kommen.

Quelle: ARAG, Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU), Unfälle und Verletzungen im alpinen Skisport 2024/2025. Balkenlänge im Verhältnis zum Knie.

Der Helm schützt dich also vor dem Fehler eines anderen. Für Kinder ist er selbstverständlich, für Eltern sollte er es auch sein, schon weil die Kinder es sonst nicht einsehen.

  • Helmpflicht in Italien: seit November 2025 für alle, auch für Erwachsene, auch beim Snowboarden und Rodeln. Bußgeld 100 bis 150 Euro.
  • Helmpflicht in Österreich: für Kinder unter 15 Jahren in sieben von neun Bundesländern, in Tirol und Vorarlberg nur empfohlen. Für Erwachsene gibt es keine Helmpflicht.
  • Deutschland und Schweiz: keine Pflicht, aber eine dringende Empfehlung.

Skiunfall im Ausland: Was zahlt die Krankenkasse?

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte auf der Rückseite deiner Gesundheitskarte bist du in Österreich, Italien und der Schweiz gesetzlich versichert. Das klingt gut, hat aber drei Haken:

  1. Die Kasse zahlt nur nach den Sätzen des Urlaubslands. Viele Ärzte in Skiorten behandeln nur privat und wollen das Geld sofort. Zu Hause erstattet die Kasse dann nur einen Teil.
  2. Die Bergung von der Piste zahlt sie nicht. Pistenrettung und Hubschrauber stellen ihre Rechnung an dich. Gerade in Österreich ist das nach einem Skiunfall die häufigste böse Überraschung.
  3. Den Rücktransport nach Hamburg zahlt sie nie. Auch nicht, wenn er medizinisch sinnvoll ist.

Reisekrankenversicherung für die ganze Familie

Eine Auslandsreisekrankenversicherung schließt alle drei Lücken. Unser Familientarif kostet 42,90 Euro im Jahr für alle zusammen, gilt für jede Reise bis 56 Tage, hat keinen Selbstbehalt und zahlt Bergungskosten bis 15.000 Euro. Er läuft als Jahresvertrag, deckt also Weihnachten, die Märzferien und den Sommerurlaub gleich mit.

Privat versichert? Dann prüf, ob dein Tarif den Rücktransport und die Bergung einschließt. Viele tun es, nicht alle.

Unfallversicherung: Die Lücke in den Ferien

Eine der häufigsten Fehlannahmen: „Mein Kind ist doch über die Schule versichert.“ Das stimmt nur, solange die Schule die Skifahrt veranstaltet.

Gleicher Hang, gleicher Sturz, anderer Schutz
Skifahrt mit der Schule
  • Gesetzliche Unfallversicherung über die Schule.
  • Behandlung, Reha und bei bleibenden Schäden eine Rente.
  • Gilt nur, solange die Schule die Fahrt veranstaltet.
Skiurlaub mit der Familie
  • Keine gesetzliche Unfallversicherung, das ist Freizeit.
  • Die Krankenkasse zahlt die Behandlung, sonst nichts.
  • Für bleibende Folgen zahlt nur eine private Unfallversicherung.

Die private Unfallversicherung zahlt einen Betrag, wenn nach dem Unfall etwas zurückbleibt: ein steifes Knie, eine Schulter, die nicht mehr richtig will. Mit Progression steigt die Zahlung bei schweren Fällen stark an. Viele Tarife zahlen außerdem Bergungskosten. Skifahren ist in guten Tarifen ganz normal mitversichert, ohne Aufschlag. Guter Schutz kostet ab rund 100 Euro im Jahr, für Kinder deutlich weniger.

Mit dem Auto in die Alpen: Automobilclub, Winterreifen, Schneeketten

Von Hamburg bis nach Tirol sind es gut 900 Kilometer, ins Aostatal noch einige mehr. Die meisten Hamburger Familien fahren mit dem eigenen Auto, voll beladen, im Ferienverkehr, die letzten Kilometer über Schnee.

Vater zieht in der Dämmerung an einer verschneiten Passstraße Schneeketten auf das Vorderrad eines dunkelblauen Kombis mit Dachbox, ein Kind schaut aus dem Seitenfenster zu (KI-generiertes Symbolbild)

Automobilclub oder Schutzbrief

Die Kfz-Haftpflicht zahlt die Schäden der anderen, die Kasko dein Auto. Was dazwischen liegt, zahlt keiner von beiden: der Abschleppwagen am Fernpass, die Werkstatt in Innsbruck, das Hotel, bis das Auto fertig ist, der Mietwagen für die Heimfahrt, der Fahrer, der das Auto zurückbringt, wenn du nach einem Unfall nicht mehr fahren kannst.

Dafür gibt es zwei Wege: die Mitgliedschaft in einem Automobilclub mit Auslandsschutz oder einen Schutzbrief in der Kfz-Versicherung. Der Schutzbrief kostet meist nur einen kleinen Betrag im Jahr. Viele haben beides und zahlen doppelt, manche haben keins. Ein Blick in die Unterlagen klärt das in fünf Minuten.

Winterreifen und Schneeketten

  • Deutschland: Bei Glätte, Schnee und Eis brauchst du Winterreifen mit dem Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke). Reine M+S-Reifen zählen seit Oktober 2024 nicht mehr. Bußgeld ab 60 Euro und ein Punkt.
  • Österreich: Vom 1. November bis 15. April gilt bei winterlichen Verhältnissen die Winterausrüstungspflicht. Winterreifen brauchen dort mindestens 4 mm Profil, Allwetterreifen mit M+S-Kennung zählen mit. Steht das blaue Schild mit der Schneekette, müssen die Ketten drauf, auch mit Winterreifen.
  • Italien: Die Regeln legen die Provinzen fest. Auf der Brennerautobahn und in den Skigebieten gilt im Winter: Winterreifen oder Ketten an Bord.
  • Schneeketten: Kauf sie passend zur Reifengröße und zieh sie einmal zu Hause auf. Am Pass, im Dunkeln, mit kalten Fingern ist der falsche Moment für den ersten Versuch.

Und noch ein Grund, warum das auch eine Versicherungsfrage ist: Wer mit Sommerreifen in einen Unfall rutscht, handelt grob fahrlässig. Die Kasko kann dann kürzen, wenn dein Tarif nicht auf diesen Einwand verzichtet. Ski und Dachbox gehören außerdem fest verzurrt. Ein loser Ski im Innenraum wird bei einer Vollbremsung zum Geschoss.

Brauche ich eine Skiversicherung?

Skiversicherungen gibt es von Skiverbänden, Sportgeschäften und an der Liftkasse. Sie bündeln für eine Saison oder ein paar Tage, was es sonst einzeln gibt: Haftpflicht, Unfall, Bergungskosten, manchmal Diebstahl und Bruch der Ski. Das klingt praktisch, ist aber oft doppelt bezahlt.

Unsere ehrliche Einschätzung: Hast du eine gute Privathaftpflicht, eine Auslandsreisekrankenversicherung und eine Unfallversicherung, brauchst du keine extra Skiversicherung. Diese Verträge gelten das ganze Jahr, nicht nur auf der Piste. Sinnvoll ist eine Skiversicherung, wenn dir diese Grundabsicherung fehlt oder du teure eigene Ski gegen Diebstahl und Bruch versichern willst. Wer im Alpenverein ist, hat über die Mitgliedschaft oft schon Bergungskosten abgesichert.

Ski, Snowboard und Ausrüstung

Teuer wird Ausrüstung meist nicht durch Bruch, sondern durch Diebstahl. Werden die Ski aus dem abgeschlossenen Hotelzimmer oder Skikeller gestohlen, ist das ein Einbruch, den die Hausratversicherung über die Außenversicherung zahlt. Werden sie vor der Hütte aus dem Ständer geklaut, ist das einfacher Diebstahl, und der ist meist nicht versichert. Manche Tarife bieten dafür einen Baustein für Sportgeräte. Bei Leihski lohnt sich oft der Bruch- und Diebstahlschutz des Verleihs für ein paar Euro am Tag.

Ein einfacher Trick hilft auch: Stellt eure Ski getrennt ab, einen links, einen rechts vom Eingang. Ein einzelner Ski ist für Diebe uninteressant.

Wenn doch etwas passiert

Die zehnte FIS-Regel verpflichtet jeden, der an einem Unfall beteiligt ist, Namen und Adresse anzugeben. Das hilft dir später, wenn es um Geld geht.

Nach einem Unfall auf der Piste
  • Unfallstelle sichern, Ski gekreuzt oberhalb in den Schnee steckendamit niemand in die Unfallstelle fährt
  • Pistenrettung rufenEuronotruf 112 funktioniert überall in Europa
  • Namen, Adresse und Versicherung aller Beteiligten notierenauch von Zeugen, ein Handyfoto vom Ausweis reicht
  • Fotos von der Stelle, der Piste und den SchildernDatum, Uhrzeit, Pistennummer
  • Unfallbericht der Pistenrettung oder des Liftbetreibers anfordernden brauchen Versicherer später
  • Alle Rechnungen im Original aufhebenArzt, Apotheke, Bergung, Transport
  • Uns anrufen, auch aus dem Urlaubwir sagen dir, welcher Vertrag zahlt, und melden den Schaden

Skiferien Hamburg 2027: Weihnachten oder März?

Die Hamburger Skiferien 2027, offiziell Frühjahrsferien, sind vom 1. bis 12. März 2027. Viele Hamburger Familien fahren zweimal: über Weihnachten kurz und in den Märzferien richtig. Gut so, denn alle Verträge in diesem Artikel laufen als Jahresverträge. Was du jetzt regelst, gilt im März genauso. Im Februar ergänzen wir diesen Artikel für die Märzferien.

Vor den Ferien einmal durchsehen

Schick uns deine Verträge oder ruf an. Wir prüfen Haftpflicht, Unfall und Reisekranken für die ganze Familie, sagen dir, was fehlt und was doppelt ist, und besorgen dir den Haftpflicht-Nachweis für Italien. Das kostet dich nichts.

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Häufige Fragen

Welche Versicherungen brauche ich für den Skiurlaub?

Drei Verträge sind wichtig: eine Privathaftpflicht, falls du jemanden umfährst, eine Auslandsreisekrankenversicherung für Arzt, Bergung und Rücktransport, und eine private Unfallversicherung für bleibende Folgen. Wer mit dem Auto in die Alpen fährt, sollte außerdem einen Schutzbrief oder eine Mitgliedschaft im Automobilclub haben. Eine eigene Skiversicherung brauchst du meist nicht, wenn diese Verträge gut sind.

Zahlt meine gesetzliche Krankenkasse im Skiurlaub in Österreich oder Italien?

Teilweise. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte auf der Rückseite deiner Gesundheitskarte zahlt die Kasse in der EU und der Schweiz nach den Sätzen des Urlaubslands. Viele Ärzte in Skiorten rechnen aber privat ab, dann bleibst du auf einem Teil der Rechnung sitzen. Die Bergung von der Piste und den Rücktransport nach Hause zahlt die gesetzliche Kasse nicht. Das übernimmt eine Auslandsreisekrankenversicherung.

Brauche ich zum Skifahren in Italien eine Haftpflichtversicherung?

Ja. In Italien und Südtirol müssen alle Skifahrer seit 2022 eine Haftpflichtversicherung für Schäden an anderen haben. Eine deutsche Privathaftpflicht reicht in der Regel aus. Nimm eine Bestätigung deines Versicherers auf Englisch oder Italienisch mit. Ohne Nachweis drohen 100 bis 150 Euro Bußgeld und der Entzug des Skipasses, oder du kaufst an der Kasse eine Tagesversicherung dazu.

Gilt in Österreich und Italien eine Helmpflicht beim Skifahren?

In Italien gilt seit November 2025 eine Helmpflicht für alle auf der Piste, auch für Erwachsene, das Bußgeld liegt bei 100 bis 150 Euro. In Österreich müssen Kinder unter 15 Jahren in sieben von neun Bundesländern einen Helm tragen, in Tirol und Vorarlberg wird er nur empfohlen. In Deutschland und der Schweiz gibt es keine Helmpflicht. Wir raten jedem zum Helm, egal wo.

Wer zahlt den Hubschrauber nach einem Skiunfall?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Bergung von der Piste in der Regel nicht, weder in Österreich noch in Italien oder der Schweiz. Pistenrettung und Hubschrauber schicken die Rechnung an dich. Bergungskosten übernehmen eine Auslandsreisekrankenversicherung und viele private Unfallversicherungen, manchmal auch die Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder im Alpenverein. Prüf vor der Reise, bis zu welcher Summe.

Brauche ich eine extra Skiversicherung?

Meistens nicht. Skiversicherungen bündeln Haftpflicht, Unfall, Bergung und Ausrüstung für die Saison. Hast du schon eine Privathaftpflicht, eine Auslandsreisekrankenversicherung und eine Unfallversicherung, zahlst du damit vieles doppelt. Sinnvoll kann sie sein, wenn dir diese Verträge fehlen oder du teure eigene Ski gegen Diebstahl und Bruch absichern willst.

Ist mein Kind beim Skifahren über die Schule versichert?

Nur bei einer Skifahrt, die die Schule veranstaltet. Dann gilt die gesetzliche Unfallversicherung. Im Familienurlaub über Weihnachten oder in den Märzferien ist dein Kind gesetzlich nicht unfallversichert. Für bleibende Folgen eines Unfalls brauchst du dann eine private Unfallversicherung.

Wer zahlt, wenn mich auf der Piste jemand umfährt?

Die Haftpflichtversicherung dessen, der dich umgefahren hat, wenn er eine hat und gefunden wird. Deshalb nach einem Zusammenstoß immer Namen, Adresse und Versicherung austauschen, Zeugen notieren und den Unfall bei der Pistenrettung melden. Fährt der andere einfach weiter, zahlen deine eigenen Verträge: Krankenversicherung für die Behandlung, Unfallversicherung für bleibende Folgen.

Wer ist bei einem Zusammenstoß auf der Piste schuld?

Meist der, der von oben kommt. Nach den FIS-Regeln hat der Skifahrer vor dir Vorrang, du musst deine Spur so wählen, dass du ihn nicht gefährdest, und mit genug Abstand überholen. Wer fährt, muss immer anhalten können, auf Sicht. Oft gibt es eine Teilschuld, zum Beispiel wenn der Untere plötzlich quer über die Piste zieht. Geklärt wird das zwischen den Haftpflichtversicherungen, deshalb sind Zeugen und Fotos so wichtig.

Wann sind die Skiferien in Hamburg 2027?

Die Hamburger Frühjahrsferien 2027, die viele Skiferien nennen, sind vom 1. März bis 12. März 2027. Davor liegen die Weihnachtsferien vom 21. Dezember 2026 bis 1. Januar 2027. Die Termine stammen aus der Ferienregelung der Kultusministerkonferenz, verbindlich ist die Hamburger Schulbehörde.